Hans Rudolf Zeller



Musik der anderen Tradition - Mikrotonale Tonwelten

Selbst in der avancierten neuen Musik blieb die zentrale Frage nach der Gültigkeit des temperierten Systems auch nach größten Erschütterungen wie dem Zweiten Weltkrieg weitgehend ausgeklammert. Dabei ging es immerhin um die Frage, wie Musik letztlich klingen soll, zum Beispiel welche Intervalle von welchem System erlaubt sind und welche nicht, ob Musik auf Dauer auch mit "jenem Kompromiß, das sich temperiertes System nennt, das einen auf unbestimmte Frist geschlossenen Waffenstillstand darstellt" (Schönberg), leben kann oder ob sie sich der befristeten Lösung ihres Problems endlich entledigen und anderen Stimmungen (durchaus auch im emotionalen Sinne) nachgeben und folgen muss.

Bereits 1981, vor nun mehr als zwanzig Jahren, beschäftigte sich eine von Hans Rudolf Zeller konzipierte Veranstaltungsreihe (Musik der anderen Tradition) in Bonn im Rahmen der "Tage neuer Musik" in Workshops und Konzerten ausführlich mit dieser Frage, nämlich inwieweit es neben besagter Tradition des rücksichtsvollen, um nicht zu sagen faulen Kompromisses nicht andere, von dessen Hauptstrom abweichende und daher auch immer wieder verschüttete Traditionen gibt. In der Tat kann man sie bis in die letzten Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts zurückverfolgen, und Schönberg zögerte nicht, ihre Anfänge gleich auf den ersten Seiten seiner "Harmonielehre" zu diskutieren.


Musik der anderen Tradition - Mikrotonale Tonwelten 
ist der Titel eines von Hans Rudolf Zeller mitherausgegebenen Sonderbandes der Reihe Musik-Konzepte (Hrg. Heinz-Klaus Metzger und Rainer Riehn):

edition text + kritik im Richard Borrberg Verlag, München 2003, 26 EUR
http://www.etk-muenchen.de/musik/







Hans Rudolf Zeller - Schrift - Laut - Musik

Hans Rudolf Zeller entwickelt seit fast vierzig Jahren, ausgehend von der Schwierigkeit von Notation und deren "Zeichen", das künstlerische Konzept einer Schrift - Laut - Musik...

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Hans Rudolf Zeller - Metaphilosophische Voraussetzungen der Schrift-Laut-Musik

Das gewandelte Verhältnis zur Schrift und ihre selbst schon kompositorische Gestaltung bildet eines der wesentlichen Kriterien für das Experimentelle der experimentellen Musik...

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Hans Rudolf Zeller - "Triptychon für Stimme, Schrift und Kaligraphie"

Videoaufzeichnung, 5-minütiger Ausschnitt aus Teil 2 der Scriptophonie "Triptychon für Stimme, Schrift und Kaligraphie - Overheadprojektion. transparente Folie, Schreibstift. Aufführung  in Meran am 28. März 2008 (Tesa-Bilder und Tesa-Klänge - Ausstellung und experimentelle Aktionen, Schloss Kallmünz)...

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Hans Rudolf Zeller - DIA-LOG

für zwei Akteure an zwei Diascriptoren...

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Hans Rudolf Zeller - Musik der anderen Tradition - Mikrotonale Tonwelten

Musik der anderen Tradition - Mikrotonale Tonwelten ist der Titel eines von Hans Rudolf Zeller mitherausgegebenen Sonderbandes der Reihe Musik-Konzepte - Hrg. Heinz-Klaus Metzger und Rainer Riehn, edition text + kritik im Richard Borrberg Verlag, München 2003...

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Hans Rudolf Zeller - Konzert zum 70. Geburtstag

Eigene Werke und Beiträge von  künstlerischen Weggefährten und befreundeten Kollegen: 10.April.2004, 20:00 Uhr, München, Gasteig - mit Hans Rudolf Zeller, Dieter Schnebel, Heinz-Klaus Metzger, Rainer Riehn, René Bastian, Louise Ingebos, Jörg Burkhardt,  Edith Rom und Stephan Wunderlich...

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Hans Rudolf Zeller - Tesa-Arbeiten und Klammerausdrücke

Der Beginn der künstlerischen Arbeit mit Tesafilm ist von Hans Rudolf Zeller mit einem Kalenderblatt vom Juni 1961 fixiert worden, ihr Ende bleibt bis heute offen...

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Hans Rudolf Zeller - Tesa-Bilder - Ausstellung 2008, Schloss Kallmünz, Meran.
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Tesa-Bilder Auswahl (Diashow, 24 Bilder)
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Hans Rudolf Zeller, geboren 1934 in Berlin, Studien in Freiburg und Köln. Seit 1959 Essays, Rundfunksendungen, Übersetzungen und experimentelle Texte. Mitarbeiter der Schriftenreihe MUSIK-KONZEPTE und der ZEITSCHRIFT FÜR EXPERIMENTELLE MUSIK. Editionen: Dieter Schnebel Denkbare Musik (1972) und Cage Box (1979). Xenakis-Ausstellung in Bonn (1974). Veranstaltungsreihe über Musik der anderen Tradition (Bonn 1981), über das Gesamtwerk von Alban Berg (Kalkutta 1985 / München 1986), über Edgard Varese und Ferruccio Busoni (Sofia 1994). Entwurf einer kinematologischen Literatur in verschiedenen Dimensionen: Textbänder -operative Texte - Handschriften - Versuche für Sprechorgane u.a. Blablamata (1963),  kinem kontexte (1965); kinem X. Seit 1976 Medienkompositionen (Marx-Mill; Schallplattenmusik) sowie Sprech-Schriften und Stücke für Stimme(n) und Diascriptor(en)  (u.a. DENKFIGUR, DIA-LOG, Essay über Klänge, ohne abzusetzen, Klavierartikulation). In den 90er Jahren Vortragsreisen über werkspezifische Mikrotonsysteme und Modelle der Medienkomposition. Husserl-Töne für Sprecher und Folienprojektionen. Arbeiten zum Projekt Schrift - Laut - Musik mit Videoproduktionen (Scriptophonie). Siebenteilige Sendereihe: Kriterien der experimentellen Musik (1999). Mitherausgeber von Musik der anderen Tradition - Mikrotonale Tonwelten (2003). Sendereihe Zwischen Mythos und Mathematik - Iannis Xenakis und die experimentelle Musik danach (2004).


 

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