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Third-Culture-Community
'Was ist Ihre gefährlichste Idee?'
 

   Das Onlineforum Edge stellte die Frage des Jahres 2006.
   Geantwortet haben 172 Wissenschaftler

   E inmal im Jahr stellt John Brockman, selbst ernannter Kopf der Third- Culture- Bewegung und New Yorker Buchagent, seinen Mitstreitern und Klienten eine Frage, deren Antworten er am Neujahrstag auf seinem Online-Forum http://www.edge.org veröffentlicht. Damit löst Brockman ganz offiziell das Versprechen der Kampfansgae ein, die seiner Dritten Kultur zu Grunde liegt. Es seien die Naturwissenschaften, die heute die relevanten Fragen der Menschheit stellen, sagt Brockman, während sich die Geisteswissenschaften vor allem mit ideologischen Glaubenskriegen und semantischen Haarspaltereien beschäftigten. Es geht um Meinungshohheiten, die gerade im Kontext der postideologischen Debatte und der Desäkularisierung so umkämpft sind, wie selten zuvor. So war die diesjährige Frage "Was ist Ihre gefährliche Idee?" auch ungewöhnlich geladen, nachdem sich das Forum seit 1998 vor allem mit Grundproblemen der Wissenschaftskultur beschäftigt hatte. Doch gerade deshalb entstand eine Debatte, in der die prinzipiellen Anliegen der Third Culture deutlicher formuliert wurden, als in den Jahren zuvor...

Mehr bei telepolis vom 04.01.06:
http://www.telepolis.de/r4/artikel/21/21703/1.html


Viele Anhänger der Third Culture stimmen Forderungen wie jener des Neurowissenschaftlers Sam Harris zu, dass Wissenschaft Religion nicht nur ablösen solle, sondern religiöses Dogma auch ganz bewusst delegitimieren müsse, weil religiöse Toleranz und damit die Akzeptanz religiöser Dogmen immer auf Kosten der Wissenschaft gingen. Zwar wendet der Antropologe Scott Atran ein, dass die Wissenschaften die Religion en auf lange Sicht eher fördern, weil diese all jene Hoffnungen in sich bergen, die der Wissenschaft fehlen. Der Psychologe an der Harvard University Stephen Kosslyn fordert sogar eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Göttlichen. Dem nähert sich Paul Steinhardt an, Einsteinprofessor und Physiker an der Princeton University: Er stellt die Einzigartigkeit der Welt nicht aus naturwissenschaftlichen Gründen in Frage, sondern betrachtet den Lauf der Zeit als übergeordnetes Prinzip.

Quelle: Süddeutsche Zeitung, 05.01.2006

Third-Culture::
http://www.edge.org/3rd_culture/index.html
 

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