Betr.: KUNST.

transmediale 2000
Internationales Medienkunstfestival
11. - 20. Februar 2000
im Podewil in Berlin

Vom 11.bis zum 20.Februar 2000 fand im Podewil in Berlin die
transmediale - internationales medienkunstfestival berlin
parallel zu den Berliner Filmfestspielen statt.
Einige Wettbewerbsbeiträge können 
unter der folgenden Web-Adresse
betrachtet werden:
http://www.transmediale.de/site/de/archiv/past-festivals0/

Die transmediale ist das größte und bedeutendste Festival
für Medienkunst und kreative Anwendungen digitaler Medien in Deutschland

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Einst begleitete ein schlichtes, dem Geiste des Experimentellen gewidmetes "Videofilm-Festival" die Berliner Filmfestspiele. Das Medienkunstfestival "transmediale" ist aus diesen Anfängen hervorgegangen. Knapp 80 Videos haben "transmediale"-Leiter Mickey Kwella und seine Kuratoren diesmal für den Wettbewerb ausgesucht. Ausgewählt wurden Werke, welche die Realität auf innovative Weise reflektierten oder die formsprachliche Entwicklung des jeweiligen Mediums vorantrieben. Beschränkungen im Hinblick auf das Genre, Länge oder Zahl der eingereichten Arbeiten bestanden nicht.
Neben den Video-Arbeiten waren zwei Dutzend Internet- und CD-Rom-Projekte aus aller Welt auf der "transmediale 2000" zu sehen, es gab Ausstellungen mit interaktiven Raum- und Internet-Installationen sowie Diskussions- und Vortragsveranstaltungen zu Themen wie "Virtual Art", "Medienkunst", "Digitaler Film", "Web-TV".
Diskutiert wurde, ob "Virtual Art" überhaupt Kunst sei, und die österreichische Medientheoretikerin und Ex-"Ars Electronica"-Progammverantwortliche Katharina Gsöllpointer gab zu Bedenken, dass bei den neuen Medien die Kunst noch mehr als sonst in Gefahr gerät, von den ökonomischen Bedingungen erdrückt zu werden. 

 

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350 Künstler waren an der "transmediale 2000" beteiligt. Insgesamt kamen 8000 Besucher. 
Den "transmediale award 2000", dotiert mit 7500 DM, teilen sich zwei Preisträger: Tim Macmillan für Ferment GB/Video/4 Min und Paul Bush für Furniture Poetry (And Other Rhymes For The Camera) GB/Video/6 Min. Für den zweiten Preis, einen Sachpreis im Wert von 5000 DM, wählte die Jury die CD-Rom Borderland von Julien Alma und Laurent Hart/F aus. 
Den  "transmediale student award" in Höhe von 5000 DM teilen sich "Die Kybernetik der POIW" von Gunter Krüger D/Video/8 Min und "synchrom" von Ralph Ammer D/CD-Rom.

"Zu Beginn des neuen Milleniums findet Medienkunst offenbar den Durchbruch in die Alltäglichkeit", faßt Micky Kwella, Leiter der "transmediale 2000", zusammen. Die zunehmende Selbstverständlichkeit im Umgang mit dem Internet habe auch zu einer Öffnung für digitale Kunst beigetragen.
 

boa München, 20.02.2000
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