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TEMPORÄRES KLANGMUSEUM
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Nächte der verlorenen Musik 
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  Zusammen mit der Schallplatte ist auch ein Teil der Geschichte unserer Populärkultur dabei, zu verschwinden. Es gibt noch kein Klangmuseum, das die Aufgabe übernimmt, akustische Momentaufnahmen unserer jüngeren Vergangenheit zu erfassen und uns zugänglich zu machen. Alles, was aus der ungeheueren Vielfalt der Schallplattenproduktion unseres Jahrhunderts übrig zu bleiben droht, sind die ewig auf's neue reproduzierten sicheren Verkaufserfolge.
Die eher, im doppelten Sinn des Wortes, merkwürdigen Beispiele finden nur noch An-Klang bei speziellen Sammlern, sofern nicht eine kurzfristige Mode bestimmte Musikformen vorübergehend repopularisiert.

Die vom Temporären Klangmuseum München (tkm) von September bis Mai jeweils am letzten Donnerstag jeden Monats in der Städtischen Galerie im Lenbachhaus München veranstalteten Nächte der Verlorenen Musik werden einige dieser kaum beachteten und vergessenen Formen der Musik- und Schallplattenkultur vorstellen (im Juli und August nach Vorankündigung). Dabei geht es durchaus nicht um eine neue gepflegte Form der Nostalgie. Das Temporäre Klangmuseum widmet seine Aufmerksamkeit ebenso musikalischen Gegenwartsäußerungen, die sich nicht stromlinienförmig der Industrienorm unterwerfen, wie auch wenig bekannten populären und ethnischen Musiken anderer Breitengrade, ohne stilistische Scheuklappen.

Die Nächte der verlorenen Musik beschränken sich nicht nur auf die akustische Wiedergabe von Klängen. Die visuelle Gestaltung des Raumes mit Hilfe von Projektionen und Filmen (unter eventueller Einbeziehung des Filmtons) ist ein wesentliches Element der Veranstaltung und unterstützt die Bereitschaft des Publikums, manchmal eher ungewöhnlichen Klängen zu begegnen.
Zusätzlich zeigt ein Schaukasten begleitende Texte. Ergänzt werden die Veranstaltungen durch wechselnde Klanginstallationen, und eine Kopfhörerstation.

Information:
http://www.klangmuseum.de
 


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.. .. TEMPORÄRES KLANGMUSEUM 1 | 28.Sept. 2000 21:00-01:00 .. ..
.. .. Städtische Galerie im Lenbachhaus
Luisenstr. 33, München

"SCIENCE & SCIENCE FICTION"
Von Gropius zu Laurie Anderson
Helden und Klänge der Technik, Wissenschaft und Zukunft.

Sounds der Technik, beliebtes Material unzähliger Geräusch- und Filmvertonungsplatten, musikalisch eingesetzt, gemischt mit  Originaltönen aus der Technikgeschichte und Kommentaren von Wissenschaftlern und Zeitzeugen. Wir sind dabei, wenn der Untergang des Luftschiffes "Hindenburg" das 
Ende der Zeppelinära einleitet, oder werden Ohrenzeugen des Starts zum Mond. Hören die scheinbar banalen Klänge unserer technisierten Umwelt neu oder begeben uns z.B. in das Innere eines Atomreaktors. Das ganze unterlegt mit neueren Rhythmen und Musikstücken und Songs wie z.B. "If I only had a brain" ...
Walter Gropius ist vertreten mit "Drei Reden über Architektur" und Laurie Anderson nicht nur mit "Big science", sondern auch mit einem seltenen, eigentlich nur an einige Rundfunksender verteilten Interview (auf einer Doppel-LP).

Diese Veranstaltung wird
live im Internet übertragen:
http://www.klangmuseum.de/live.htm
 

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.. .. TEMPORÄRES KLANGMUSEUM | Nächte der verlorenen Musik .. ..
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John Cage: Amores. Maro Ajemian, prepared piano
Eine der, wenn nicht sogar die erste Schallplattenaufnahme* eines Stückes für präpariertes Klavier mit seiner bedeutendsten Interpretin. Wegen der sehr schlechten Tonqualität aufgrund des bedauernswerten Zustandes dieser extrem seltenen Schellackplatte hier nur ein Ausschnitt (1947)



*Aus der vom Temporären Klangmuseum erworbenen Sammlung des Fluxuskünstlers Dick Higgins


 
 
 

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