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Dr. Tod live on air

Washington (dpa) - Der Mann auf dem Bildschirm fiel zurück und sein Mund öffnete sich. "Ist er jetzt tot?" fragte der Reporter. "Er stirbt gerade", lautete die Erwiderung. Diese gespenstische Szene hat in den USA nicht nur die Debatten über die Sterbehilfe wieder angeheizt, sondern auch die Diskussion über die ethische Verantwortung der Medien. Denn die Szene war nicht von Hollywood gestellt, sondern Wirklichkeit. Im Fernsehstudio neben dem CBS-Reporter saß der Sterbehelfer Jack Kevorkian. (...)
Die Verantwortlichen des Magazins verteidigten ihre Entscheidung, dem Mediziner mit dem Spitznamen "Dr. Tod" eine Bühne zu geben. Sie hätten damit einen öffentlichen Auftrag erfüllt und die Amerikaner mit einer bedeutenden Zeitfrage konfrontiert. (...) Quelle: taz, 30.11.98

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