. Neu im Verleih der Medienwerkstatt Freiburg |
LISSY SCHMIDT 
Eine kurdische Frau
Die
Medien 
Werkstatt
Freiburg
e.V.

besteht seit 1978 als
Medienzentrum.
Ihr Ziel ist die Förderung
der kritischen
Auseinandersetzung
mit Medien,
die Vermittlung von
Medienkompetenz,
insbesondere im
Umgang mit Video
und die Bereitstellung
von Filmen
für die politische
Arbeit.
 
 

Das Verleihprogramm
der MWF umfasst
Filme zu den Themen
- Faschismus und
  Rechtsradikalismus
- Geschichte vor und
  nach 1945
- Soziale Bewegungen
- Flüchtlinge und Asyl
- Internationalismus
- Ökologie
- Soziales
- Behinderte
- Schwulsein
- Frauen
- Sucht und Drogen
- u.a.
 
 

Die MWF bietet
Video-Einführungskurse
und berät bei der
Durchführung von
Videoprojekten
und der Suche nach
geeigneten Filmen
für Veranstaltungen,
Seminare und Unterricht.
 

Medien 
Werkstatt 
Freiburg e.v.
Konradstr.20
79100 Freiburg
tel.0761-709757
fax         -701796
 
 

 

Dokumentarfilm von Ravin Asaf, BRD 1999, 
59 Minuten

Seit der Ermordung der Frankfurterin Lissy Schmidt ist es keinem Journalisten und keiner Journalistin mehr gelungen, das Thema Kurdistan so intensiv in die europäische Öffentlichkeit zu bringen. Als einzige ausländische Journalistin berichtete sie kontinuierlich in der deutschen und französischen Presse (AFP) über den Völkermord an den Kurden. Kurdistan bedeutete für sie Überlebenskampf und Zugehörigkeit. Unermüdlich setzte sie sich für die Befreiung des Landes ein, das ihr zur zweiten Heimat geworden war. 
Der kurdische Filmemacher Ravin Asaf drehte im türkischen und irakischen Teil Kurdistans und sprach mit vielen, die Lissy Schmidt kannten und mit ihr zusammenarbeiteten: VertreterInnen von Menschenrechtsvereinen, Frauenvereinen, Rechtsanwälten, politischen Weggefährten, Opfern von Folter und Verfolgung. In Deutschland sprach er u.a. mit ihrer Mutter über ihren persönlichen und politischen Werdegang. 
Lissy Schmidt sprach mehrere kurdische Dialekte und lebte unter den Kurden als eine der ihren. Sie schrieb Briefe und Gedichte über sich und das Land und arbeitete u.a. für medico international, die Franfurter Rundschau, die taz, die französische Nachrichtenagentur AFP und den WDR. In Ihren Reportagen stellte sie die patriarchalen Traditionen und das Feudalsystem an den Pranger. 1991 wurde sie in der Türkei verhaftet und nach schweren Mißhandlungen ausgewiesen. 
Sie war eine der ersten, die nach dem irakischen Giftgasangriff auf die südkurdische Stadt Halabja über den Vertreibungs- und Vernichtungskrieg von Saddam berichtete. Dort engagierte sich so lange, bis das Regime in Baghdad ein Kopfgeld aussetzte und sie eliminierte. Eine deutsche Frau wagte sich in die kurdische Männergesellschaft und mußte mit dem Leben bezahlen. Nach ihrer Erschießung am 3.4.1994 gaben die Kurden Lissy Schmidt den Ehrennamen "Tochter der Kurden".  (mwf)
 

Verleih: 50.- DM
.M

Der Filmkatalog der MedienWerkstattFreiburg
kann online unter
http://www.freiburger-medienforum.de/medienwerkstatt
eingesehen und bestellt werden.
Er enthält zahlreiche Dokumentarfilm-Klassiker.
Zum Beispiel den von der MWF 1982 produzierten Film "S'Weschpennäscht", die Chronik des erfolgreichen Widerstands der Wyhler Bürger gegen den Bau eines Atomkraftwerks. Mit ihren grenzüberschreitenden Aktionen zeigten die Wyhler Verantwortungsbewusstsein, Mut, Phantasie und langen Atem. Whyl wurde zum Ausgangspunkt der Anti-AKW-Bewegung in Deutschland.
Am 19. und 20. Februar 2000 feiern die Badisch- Elsässischen Bürgerinitiativen 
"25 Jahre Wyhl-Widerstand".
 
 

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