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. ... 29.01.2000
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  Schlussfolgerungen der 2.Weltkonferenz über saubere Energie:
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   Alternative Energie wird wettbewerbsfähig
  und reicht für die gesamte Menschheit
 

Zum Abschluss einer einwöchigen Konferenz über saubere Energie in Genf,  verabschiedeten die Delegierten von mehr als 100 Staaten eine Erklärung, in der sie feststellen, dass die potenziell verfügbare saubere und erneuerbare Energie ausreicht, um den Verbrauch der gesamten Menschheit mehrfach zu decken. Saubere Energie sei zunehmend wettbewerbsfähig und sei in der Lage, schon während dieses Jahrhunderts die Bedürfnisse der Industriestaaten und Entwicklungsländer zu befriedigen. 
Für den Umstieg von fossilen Brennstoffen auf saubere, erneuerbare Energiespender wie Sonnestrahlen, Windkraft, Meereszeiten, Geothermik, Biomasse oder Wasserstoff wären weltweit Investitionen von jährlich einer Billion Dollar erforderlich (die Weltproduktion beträgt 24 Billionen Dollar). Die Konferenz fordert die Regierungen auf, die Nutzung aller Techniken erneuerbarer Energie zu beschleunigen und bei Wirtschaftlichkeitsberechnungen auch die Kosten der Umweltverschmutzung und der Klimaerwärmung zu berücksichtigen. Ausserdem werden die Regierungen aufgefordert, insbesondere auch "dezentralisierte und für sich allein stehende Energieversorgungssysteme" zu fördern, besonders auf dem Land und in den Wohngebieten der niedrigen Einkommensklassen.
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  Bisheriges Förderinstrumentarium für erneuerbare Energien 
  reicht nicht aus, um Klimaschutzziele zu erreichen
 

Um die international beschlossenen Klimaschutzziele zu erreichen, müsste Deutschland seinen Anteil an erneuerbaren Energien bis 2010 verdoppeln. Diese Steigerung ist zwar möglich, aber mit dem bisherigen Förderinstrumentarium nicht zu schaffen.
Die Verdoppelung des Anteils erneuerbarer Energien bis 2010 würde Investitionen von 67 Milliarden Mark erfordern und 25 000 neue Arbeitsplätze schaffen.

Das geht aus der Studie "Klimaschutz durch erneuerbare Energien" hervor, die im Auftrag des Bundesumweltministeriums und des Bundesumweltamtes erstellt wurde. Es sei durchaus möglich, den Anteil der regenerativen Quellen an der Stromerzeugung in den nächsten zehn Jahren zu verdoppeln, meinen die Autoren. Wind-, Sonnen-, Wasserkraft und Biomasse könnten bis zum Jahr 2050 die Hälfte des Energiebedarfs decken. Zwar sehen die Verfasser der Studie, in den Initiativen der Bundesregierung wie der so genannten ökologischen Steuerreform und dem neuen Stromeinspeisungsgesetz eine "gute Ausgangsbasis", doch sei für die zugesagte Senkung der Emissionen ein zusätzlicher "Unterstützungsschub" unumgänglich.

Da vor allem in der Wärmeversorgung, die Nutzung regenerativer Quellen in den Kinderschuhen stecke, wird neben weiteren Zuschüssen für kleine umweltfreundliche Heizanlagen vorgeschlagen, Erzeuger und Großhändler von Heizbrennstoffen auf eine bestimmte Quote erneuerbarer Energien zu verpflichten. Ausserdem müssten umweltfreundliche Energien von der Stromsteuer befreit werden. Auch sollten öffentliche Einrichtungen mit "Ökostromstrom" beliefert werden.

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.  Qelle:  fr 26.01 u. 29.02.2000, die woche v.28.01.2000 ..

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